Der Maulbeerbaum

OT:
Drzewo Morwowe, 2010

Eine Mordserie erschüttert den Norden Polens. Die Opfer sind immer ältere Männer, deren Morde bedeutungsvoll inszeniert werden. Im Mund des Ermordeten hinterlässt der Mörder jeweils einen weißen pelzigen Schmetterling.
Der junge Journalist Paul Werens wird von einer Warschauer Zeitung mit einer Reportage über die Mordfälle beauftragt. Widerwillig kehrt er an den Ort seiner Kindheit zurück und quartiert sich bei seinem Onkel, einem pensionierten Priester ein. Diesem fällt auf, dass die Morde Parallelen zu frühchristlichen Heiligenmartyrien aufweisen.
Allmählich stellt sich heraus, dass die „Schmetterlings“-Opfer alle einer Sekte angehörten, die in den 1970er Jahren Orgien im ehemaligen Familiensitz der ostpreußischen Dönhoff-Dynastie feierte. Ihr Anführer war ein gewisser Montalto, benannt nach dem italienischen Dorf, in dem der Papst und Inquisitor Sixtus V., geboren wurde. Unter Montaltos Egide hatte die Sekte 1974 ein Bombenattentat auf den kommunistischen Parteichef geplant, das scheiterte. Bei der Explosion kam eine ganze Reihe von Kindern ums Leben.
Paul Werens kommt dem Schmetterlings-Mörder fast zeitgleich mit der Polizei auf die Spur. Doch angeblich hat dieser sich kurz vor seiner Verhaftung erhängt. Werens traut dem ermittelnden Kommissar nicht und forscht weiter nach. Die Verschwörung, die er aufdeckt, zieht sich bis in die höchsten Polizeikreise - und bringt ihn in große Gefahr.

weitere Werke:
für Autoren Pogrzeby, Roman 2006
für Autoren Zmarzlina, Roman 2008
für Autoren Teoria ruchow Vorbla, Roman 2009